
— Bachelor Vermittlung von Kunst und Design/ Studieninformationen 15 — inhalte und aufbau Bereits bei der Anmeldung ent- scheiden sich künftige Studierende für eine der beiden Vertiefungen: Bildne- risches Gestalten an Maturitätsschulen oder Ästhetische Bildung und Soziokul- tur. Die Studierenden ergänzen ihr auf die Vertiefungsrichtung abgestimmtes Pflichtprogramm individuell durch Wahlangebote. Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt auf der Praxis: der Arbeit in Ateliers und Werkstätten—rund 60 Prozent des Studiums—und der unter- richtspraktischen Ausbildung— 10 Prozent —in Form von Hospitationen und Praktika. Theorie im Umfang von 30 Prozent rundet das Studienprogramm ab: Im Bereich Vermittlung umfasst sie Pädagogik, Psychologie und Fach- didaktik. Hier verfolgen die beiden Vertiefungen entsprechend ihrer Ausrich- tung auf unterschiedliche Zielgruppen und Arbeitsorte ein je eigenes Pro- gramm. Im Bereich Theorie Kunst und Design werden Kunstgeschichte und -theorie sowie Design- und Medientheo- rie vermittelt. Im breit angelegten Bereich Kultur und Gesellschaft schliesslich setzen sich die Studierenden mit Inhalten von der Philosophie über Kulturana- lysen bis hin zu Marketing und Recht auseinander. Das Bachelor-Studium dauert sechs Semester. Die ersten drei Semester dienen der Orientierung sowie der Aneignung und Vertiefung gestalte- rischer, unterrichtsbezogener und theore- tischer Grundlagen. Das vierte Semester ist konsequent auf die praktische Unter- richtstätigkeit ausgerichtet und beinhaltet zwei aufeinander aufbauende Praktika. Im fünften Semester steht eine grosse gestalterische Arbeit im Zentrum. Das gestalterische Projekt des sechsten Semesters entsteht schliesslich in enger Zusammenarbeit mit Auftraggebern von ausser- und innerhalb der Hoch- schule. In Kooperation mit Institutionen wie dem Museum Bellerive und der Klubschule Migros oder mit Werkstätten für Menschen mit besonderen Vorausset- zungen werden gestalterische und ver- mittelnde Fragestellungen bearbeitet und zu umsetzungsreifen Produkten entwi- ckelt. Die Resultate, etwa der Pocket- Böögg (www.pocket-böögg.ch) oder neue Kursangebote für die Klubschule, werden auf dem offenen Kulturmarkt erprobt und müssen sich dabei gegen interne und externe Konkurrenz durchsetzen. Drei gestalterische Profile In der gestalterisch-künstleri- schen Ausbildung können die Studieren- den eigene inhaltliche Akzente setzen. Sie entscheiden sich für eines oder mehre- re gestalterische Profile: — Das Profil Kunst wählt, wer sich vertieft mit dem Herstellen und Bearbeiten von Bildern, also mit Zeichnung, Malerei, 3-D und Neuen Medien, auseinanderset- zen will. Dieses Profil ist an den Anforderungen der gymnasialen Lehrpläne orientiert und richtet sich speziell an die Studierenden der Vertiefung Bildnerisches Gestalten an Maturitätsschulen. — Das Profil Design wählt, wer designbezogene Methoden, Materialien sowie Konzeptions- und Produktionsweisen kennen- lernen und vertiefen möchte.