
— Master Design/ Features 5 — Anspruch eines breiten Fokus müsste jeder Designer haben“, ist Markus Freitag überzeugt. Designerinnen und Designer, die für Freitag arbeiten, verstehen sich denn auch nicht als „Produkt- Designer“, sondern als „Designer“ tout court. Die Herausforderung für das Unternehmen, das heute 120 Mitarbeitende beschäftigt, sieht der gelernte Grafik-Designer darin, das Design innerhalb der Organisation so anzusiedeln, dass dieser ganzheitliche Anspruch im Alltag des Unternehmens in allen Facetten auch tatsächlich eingelöst wird. Eine weitere Herausforderung für ein erfolg- reiches Unternehmen wie Freitag ist das unablässige Erzeugen von neuen Ideen: „Wir wollen es uns vermehrt leisten zu forschen. Eine Firma unserer Grösse müsste eigentlich konstant nach dem Neuen suchen.“ Dabei interessiert den Unternehmer vor allem, wie Impulse aus der Forschung bis ins Tagesgeschäft hinein zu wirken vermögen: „Forschung muss in einem Unternehmen Denken und Handeln nachhaltig mitbestimmen. Sie muss darum permanent einfliessen.“ Master-Studiengangsleiter Michael Krohn hat den Anspruch, Designerinnen und Designer auszu- bilden, die genau das leisten können: „Was auf dem Markt fehlt, sind Leute, die fähig sind, Ideen unter einem Set von gegebenen Rahmenbedingungen nachhaltig zu implementieren. Es braucht Design-Profis, die sich an den Schnittstellen des Designs zu anderen Bereichen bewegen können.“ Interessant ist dabei die Erfahrung, dass sich die Studierenden zunächst oft sperren, wenn sie Design als Forschungsauftrag verstehen und umsetzen sollen. „Anfänglich sehen viele Master-Studierende Forschung und Kreativität als Widerspruch. Doch dann erleben sie, wie beim forschenden Hinterfragen und kreativen Experimentieren wertvolle Erkenntnisse entstehen.“ Dabei kann „Forschung“ im Master Design von der ethnologischen Feldstudie über Experimente im Labor mit Prototypen bis hin zu intensivem Studium bestehender Forschungsliteratur je nach Projekt Unterschiedliches bedeuten. Gemeinsam entstehen beste Lösungen ETH-Professor Roger Gassert hat bereits mehr- fach Kooperationsprojekte mit dem Departement Design der ZHdK durchgeführt. Der Leiter des Rehabilitation Engineering Lab (RELab) arbeitet mit seinem Team schwerpunktmässig im Bereich der Entwicklung und klinischen Evaluation von diagnos-