Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Zett – Das Magazin der Zürcher Hochschule der Künste – 1 – 2013

Mit Designeraugen und Musikgehör durch Indien

inhaltsübersicht / editorial Zett 1–13 03 Museum für Gestaltung Zürich 41 René Burri in Farbe Zur Ausstellung «René Burri – Doppelleben». Christian Brändle 42 Martin Parr – Souvenir Erste grosse Ausstellung des Fotografen in der Schweiz. Angeli Sachs Toni-Areal 44 Great Expectations Grusswort zum Hochschultag der ZHdK. Regine Aeppli 46 Delayed Gratification – zum Umzug ins Toni-Areal Auszug aus der Rede des Rektors zum Hochschultag. Thomas D. Meier 48 Toni-Areal – Architektur lesen Eine visuelle Annäherung an den Campus. Peter Eberhard, Regula Bearth, Betty Fleck 52 Ein gutes Pflaster für Kunstschaffende mit Geschäftssinn Interview mit dem Präsidenten der Kulturmeile Zürich West. Caroline Süess 53 Optimale Raumnutzung im Toni-Areal Reservationstool und die Kultur der Zusammenarbeit. Franziska Karpf, Alessandra Zanotelli Leute 54 Who is Who –Das Institute for Computer Music and Sound Technology stellt sich vor. Eva Brüllmann 56 Alumni: Die Sängerin Rosina Zoppi. Ein Porträt von Christian Ledermann 57 Neu an der ZHdK 59 Hochschulversammlung Kurzmeldungen 60 Auszeichnungen 61 Veranstaltungen und Vermischtes 66 Publikationen 66 Impressum 67 Carte blanche Mit Designeraugen und Musikgehör durch Indien Liebe Leserin, lieber Leser Unter dem Motto «Art and Design in India» reiste im Januar eine bunt gemischte Gruppe von Dozierenden und Mitarbei- tenden der ZHdK (privat) durch Indien, traf Designer und Künstler, besuchte Kunst- und Designhochschulen, Textil- und Möbelfabriken, die Jaipur Foot Clinic (hier erhalten arme Menschen kostenlos Arm-, Bein- und Fussprothesen), Museen, Tempel und Galerien für zeitgenössische indische Kunst. Die Einladung in die Schweizer Botschaft in Delhi zählte zu den vielen Highlights der Reise. Dazu eine Episode: Während die Gruppe vor der Botschaft wartet, setzt sich Felix (Jazz- gitarrist) auf den einzigen Stuhl vor dem Pförtnerhäuschen und verkündet stolz: «Ich sitz glaub uf eme Landischtuel!» Susanne (Designerin), Marco (Innenarchitekt) und Heike (Kunsthistorikerin) schauen sich gross an: Das kann nur ein Musiker sein! Jemand sagt: «Felix, nöd jede Metallschtuel isch en Landischtuel. Das isch keine!» Martina (Sängerin) schaltet sich ein: «Wieso, was isch en Landischtuel?» Susanne: «De Landischtuel hett e Sitzschale us Aluminium und 7x7 Löcher uf Sitz und Lehne.» Heike: «Er ghört zu de Schwiizer Design- klassiker und isch für d’ Landi 1939 vom Hans Coray entworfe worde. Das isch en Ehemalige vo de Kunschti.» Martina: «Jä soo, die Schtüel hämmer dihei!» Marco: «Ou, verchaufsch mer die?» Hier endet die Unterhaltung, da sich die Tore zur Botschaft öffnen. Auch daran, wie Reiseerinnerungen festgehalten werden, zeigten sich Unterschiede zwischen den «Visuellen» und den Musikern: Wie die meisten anderen fotografierte ich das Men- schengewusel in Old Delhi, die Kühe und Esel in den Strassen, die Farben der Kleider und Früchte auf dem Markt, den Lo- tustempel im Abendlicht, sogar das indische Popkonzert in Jaipur. Felix und Martina nahmen Geräusche auf: Den Mix aus Durchsagen und Vogelgezwitscher am Bahnhof von Ahme- dabad, das Gehupe auf den Strassen, das Echo der Gebete im Lotustempel, den trillerpfeifenden Aufpasser in der Mitte des TajMahal,umgebenvon«KeepSilent»-Schildern...Sokommt es, dass ich neben den vielen exotischen Reiseeindrücken auch diese Erkenntnis aus Indien mitgebracht habe: Die Welt wird grösser, wenn man sie in all ihren Dimensionen wahrnimmt. Ihnen wünsche ich offene Sinne für neue Klänge und Bilder. Heike Pohl, Leiterin Hochschulkommunikation

Pages