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Zett – Das Magazin der Zürcher Hochschule der Künste – 1 – 2013

Erkenntnisgewinn für weitere Forschungsprojekte

schungsprojekts? An diesem Punkt müssen die Forschungs- gruppen bereits am nächsten Gesuch arbeiten. Wie können in einem vom Wettbewerb um Drittmittel bestimmten For- schungsbetrieb Räume geschaffen werden, um die Wirkung von Theorien, Methoden, Werkzeugen, Prototypen und Dis- positiven in der Praxis zu erproben? Diese müssten weiterent- wickelt, aktualisiert und der Künstlergemeinde längerfristig zur Verfügung gestellt werden, wenn sie eine nachhaltige Wirkung entfalten sollen. Der Dialog mit Künstlerinnen und Künstlern ist dabei essenziell, um das Innovationspotenzial der Forschung anhand von unterschiedlichen Herangehens- weisen ausloten und die Ergebnisse der Öffentlichkeit prä- sentieren zu können. Der Rückfluss dieser Erfahrungen in die Forschung ist eine wichtige Grundlage für weitere Projekte. Innovation und Nachhaltigkeit müssen im Forschungsbetrieb zusammenhängend mitgedacht werden. Ungenutztes künstlerisches Potenzial Das ICST-Projekt Immersive Lab wurde als langfristige Nach- folge der beiden abgeschlossenen Projekte «Interactive Swarm Orchestra» und «Interactive Swarm Space» ins Leben gerufen. Diese beiden vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) ge- förderten Projekte befassten sich mit konzeptionellen, künst- lerischen und technischen Fragestellungen, die sich bei der Einbindung von Schwarmsimulationen als generative Gestal- tungsmittel für kompositorische, installative und performative Arbeits- und Aufführungsformen ergeben. Zahlreiche der in innovation und nachhaltigkeit müssen in der forschung mitgedacht werden Die Forschung am Institute for Computer Music and Sound Technology (ICST) ist vielfältig, in- ternational vernetzt und geniesst in Fachkreisen einen exzellenten Ruf. Drei ihrer Exponenten, Daniel Bisig*, Jan Schacher* und Germán Toro- Pérez*, machen sich Gedanken über den «Tag danach» – den Tag nach dem Abschluss eines Forschungsprojekts – am Beispiel des Projekts «Immersive Lab». Forschung im Bereich der Künste wird oft erst durch die prak- tischekünstlerischeUmsetzungderForschungsergebnissevon der Öffentlichkeit wahrgenommen. In vielen Fällen werden erst nach Abschluss eines Forschungsprojekts die Vorausset- zungen für vertiefende künstlerische Arbeit geschaffen. Was passiert am «Tag danach» – nach dem Abschluss eines For- 32 Zett 1–13 / Musik ICST Immersive Lab, Artist-in-Residence André Sier in seiner Arbeit «Hyperborea», Dezember 2012. Foto: Jan Schacher

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