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Zett – Das Magazin der Zürcher Hochschule der Künste – 1 – 2013

In einem Flüchtlingslager in Georgien

khurvaleti art camp Bachelor-Studierende des Departements Kunst & Medien der ZHdK arbeiteten zusammen mit Studierenden der Staatlichen Kunstakademie Tiflis in einem Flüchtlingslager in Georgien und setzten sich künstlerisch mit dem Leben im Lager auseinander. Selin Bourquin, Franziska Koch, Dagmar Reichert, Julia Znoj* Im August 2008 kam es im südlichen Kaukasus zu einem Krieg zwischen Georgien und Russland. Über 100000 Menschen wurden damals aus ihren Dörfern in Südossetien vertrieben, etwa 25000 von ihnen leben heute auf georgischem Gebiet. Khurvaleti ist eine von 13 provisorischen Siedlungen, die in der Folge für die Flüchtlinge gebaut wurden. Auf einer windigen Ebene in fünf Kilometern Distanz zur Waffenstillstandslinie geometrisch angeordnet, umfasst Khurvaleti 140 Häuser, 440 Einwohner und einen Baum. In ihren Parzellen haben die Bewohnerinnen und Bewohner inzwischen kleine Gärten zur Selbstversorgung angelegt. Drei der Häuser dienten im Spätsommer 2012 je zwölf Bachelor-Studierenden der ZHdK und der Staatlichen Kunstakademie Tiflis während zehn Tagen als Unterkunft. Die Schweizer Stiftung artasfoundation hatte die Kontakte geknüpft und zwei Dozentinnen des Departements Kunst & Medien begleiteten die Gruppe. In kleinen, gemischtspra- chigen Teams arbeiteten die Studierenden aus Tiflis und Zürich an verschiedenen Kunstaktionen. Im Vordergrund stand dabei nicht die Schaffung fertiger Werke, sondern eine prozesshafte künstlerische Auseinandersetzung mit der Situation im Lager und dem Leben seiner Bewohnerinnen und Bewohner. Ein Moment von öffentlichem Raum, entstanden durch eine Gesangs- veranstaltung 38 Zett 1–13/ Kunst&Medien

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