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Zett – Das Magazin der Zürcher Hochschule der Künste – 1 – 2013

Grusswort zum Hochschultag der ZHdK

great expectations Grussworte von Regine Aeppli, Regierungsrätin Kanton Zürich, zum ZHdK-Hochschultag am 7. März 2013. Liebe Gäste Ich freue mich sehr, Sie zu diesem Anlass begrüssen zu dürfen. Wir feiern heute den Hochschultag der Zürcher Hochschule der Künste. Und ich verrate Ihnen sicherlich kein Geheimnis,wennichIhnensage,dassdasThema«GreatExpec- tations»fürdenHochschultagnochgewähltwurde,alswiralle davonausgingen,dasswirheutepraktischschonaufgepackten Kisten sitzen würden. Die Kisten stehen vielleicht bereit, aber gepackt werden kön- nen sie nun halt erst in einem Jahr. Die «Expectations» können damit zwölf Monate länger aufgebaut und noch «greater» wer- den. Gleichwohl ist dieser Aufschub bedauerlich und erfordert viel Flexibilität von allen Beteiligten. Es ist, als ob man eine Reise antreten möchte, auf den gepackten Koffern sitzt und sich innerlich von der vertrauten Umgebung verabschiedet hat, aber der Lokomotive ist die Kohle ausgegangen oder die Reiseroute wurde gesperrt. Was nun? In einer solchen Situation ist ein erfahrener und bedachter Reiseleiter Gold wert. Ich bin froh, dass wir mit Rektor Tho- mas Meier für die ZHdK einen «Reiseleiter» haben, der mit einer grossen Gelassenheit auf die Verzögerung reagiert hat. Er schafft es beinahe, den Eindruck zu erwecken, als könne er dieser Situation sogar etwas Gutes abgewinnen. Vielleicht hält er sich aber einfach an Kurt Tucholsky, der einmal gesagt hat: «Umwege erweitern die Ortskenntnis.» Ich möchte mich heute aber nicht nur bei Rektor Thomas Meier für Ruhe und Besonnenheit bedanken, sondern bei Ihnen allen. Ich danke Ihnen, dass Sie so konstruktiv mit der nicht ganz einfachen Situation umgegangen sind und umgehen. Das halte ich nicht für selbstverständlich. Für den Kanton steht im Vordergrund, dass während dieses Zwischenjahres für alle Studiengänge der ZHdK und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissen- schaften (ZHAW) geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Wir sind heute noch nicht ganz am Ziel, aber zuver- sichtlich, es bald zu erreichen. Meine Damen und Herren, ich habe mit der Eröffnung des Campus der Pädagogischen Hochschule im Sommer letzten Jahres erlebt, wie viel es braucht, um einen Neubau terminge- recht für den regulären Lehrbetrieb eröffnen zu können. Mit dem Grossumbau des Toni-Areals stehen wir vor einem noch komplexeren Unterfangen. Der Weg von der Milchwirtschaft zur Kreativwirtschaft ist fast wie eine Expedition von einem alten zu einem neuen Kontinent. Die Umrisse des neuen Kon- tinentes sind in der Zürcher Skyline bereits sichtbar. Seine neuen Geländekammern ebenfalls. Der neue Hochschulcam- pus von ZHdK und ZHAW ist ein grosser Meilenstein in der Entwicklung der Fachhochschullandschaft im Kanton Zürich. 2005 hat der Regierungsrat die Standortstrategie für die drei Pfeiler der Zürcher Fachhochschule festgelegt. Die ZHAW be- hält ihr Zentrum in Winterthur auf dem Areal des Technikums und dem Sulzerareal, die Pädagogische Hochschule Zürich kommt an die Europaallee und die ZHdK auf das Toni-Areal. Diese Strategie ist in den letzten Jahren mit viel Engagement von allen Beteiligten vorangetrieben worden. Ihre Umsetzung macht auch für die Bevölkerung sichtbar, dass es in Zürich ne- ben Uni und ETH weitere Stätten der Exzellenz gibt. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir unsere «Great Expectations» noch ein Jahr am Leben erhalten können. Und ich bin sicher: Die Einweihung wird in einem Jahr umso rauschender aus- fallen und die unbequeme Warterei auf den Koffern vergessen lassen. ImÜbrigenhatsichdieZHdKinvielenBereichenschonlängst auf die Reise gemacht. Unsere Erwartungen an eine moder- ne Hochschule beschränken sich ja nicht nur auf eine neue Umgebung. Kreativität und ihre Ausformung geht von den Menschen aus, die sich ihr verschrieben haben. Meine Damen und Herren, ich möchte an dieser Stelle aber auch etwas zum institutionellen Auftrag der ZHdK sagen, also zur Entwicklung der Lehre, der Forschung und zur Organi- sation. Beginnen wir mit der Lehre: Ich freue mich, darauf hinweisen zu dürfen, dass die Master-Studiengänge erfolg- reich aufgebaut werden konnten. Mit den Studiengängen Art Education/Vermittlung, Design, Film, Kunst/Fine Arts, Musik, Tanz und Theater verfügt die Hochschule der Künste über eine grosse Auswahl an anerkannten und jüngst auch akkredi- tiertenStudiengängenvonhoherQualität.DieZHdKhatdamit definitiv Hochschulreife beziehungsweise Hochschulwürde erreicht. Die erfolgreiche Implementierung der Master-Stufe bringt ihren Absolventinnen und Absolventen nicht nur auf dem Arbeitsmarkt dank der Reputation der Hochschule gute Chancen. Sie gewährleistet auch eine Grundlage für wissen- schaftliche Karrieren in und ausserhalb der ZHdK. Damit er füllt sie die «Great Expectations» im Bereich der Lehre schon heute. Das zweite Standbein neben der Lehre ist an einer Hochschule die forschende Reflexion. Im Bereich der Künste bedarf der 44 Zett 1–13 / Toni-Areal

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