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Zett – Das Magazin der Zürcher Hochschule der Künste – 1 – 2013

hochschulversammlung Zett 1–13 59 Die Rubrik Hochschulversamm- lung (HSV) bringt Gegeben- heiten, Fragen und Positionen zur Sprache, die es aus Sicht der Mitwirkungsgremien wert sind, auch in erweiterter Runde diskutiert zu werden. Schönheit statt Benchmarks In den Sitzungen der HSV offenbart sich oft das grosse gestalterische Potenzial, das im ZusammenwirkenverschiedenerSichtweisen liegt. In unseren Debatten kommen unter anderem Aspekte der Hochschulpolitik zur Sprache, die (im Sinn des eben verstorbenen Stéphane Hessel) «nicht schön» sind, die wir mit Vorschlägen «verschönern», verändern, verbessern möchten. Im Gegensatz zu den meist aufgrund strategischer Gesichtspunkte zusammengesetzten Kommissionen, Konfe- renzen und Arbeitsgruppen der ZHdK finden sich in den Mitwirkungsgremien «demokra- tisch» legitimierte engagierte Mitarbeitende, die wohl dem unruhig-kreativen Pool der «konstruktiv Unzufriedenen» angehören, denen die Mitarbeitendenbefragung ein hohes Commitment bei gleichzeitig kri- tischer Haltung gegenüber der Institution bescheinigt. Die HSV als Parlament ist also dem Wortsinn nach ein Ort des offenen Gesprächs, erlaubt den gleichberechtigten Austausch von Positionen, Interessen und Vorstellungen aus allen Bereichen der ZHdK und ermöglicht damit einen Meinungsbil- dungsprozess, der sich oft in konkreten Anträgen an die Hochschulleitung (HSL) verdichtet. Doch können wir mit diesen die ZHdK-Situation verbessern? Oder trägt das Reagieren auf ein anschwellendes Antrags- und Stellungsnahmewesen zuhanden der HSL nicht bloss zur verschönernden Opti- mierung bei? Verbessern hiesse hier, mehr zu tun – etwa übergreifende Partizipations- strukturen und Kommunikationskulturen in der ZHdK weiterzuentwickeln. «Vergesst die Kunst nicht!», antwortet Stéphane Hessel auf die Frage eines Inter- viewpartners nach den Quellen seines Enga- gements und erinnert dabei emphatisch an die Wirkkraft der Schönheit. «Vergesst die Künste nicht!», möchte man einstimmen und wünscht sich Beauty & Truth bis tief im Herzen unserer Hochschule. (Tobias Strebel und Werner Oeder) Das Interview mit Stéphane Hessel: www.srf.ch/ sendungen/reflexe/zum-tod-von-stephane-hessel What’s up? Personalrat: Zum vierten Mal findet am Mittwoch, 22. Mai, von 9 bis 11 Uhr das Gipfelitreffen mit Rektor Thomas D. Meier statt. Pünktlich zum Anlass wird auch die vierte Nummer der «PR-News – Das Magazin für die ZHdK-Innenpolitik» erscheinen mit interessantenMitarbeitendengesprächenund einer Bilderserie zu «Reinigung, Schönheit, Spirit». Mittelbaurat: Der Vorstand des Mittelbau- rats hat die Ergebnisse der Mitarbeitenden- befragung studiert und in Bezug auf die Wissenschaftlichen Mitarbeitenden und die Assistierenden analysiert. Lukas Näf nimmt Einsitz in die Arbeitsgruppe Massnahmen, die von der HSL ins Leben gerufen worden ist, und vertritt dabei unsere Anliegen. Es geht hauptsächlich um die Verbesserung der Arbeitssituation und Planungssicherheit von Wissenschaftlichen Mitarbeitenden in der Forschung. Senat: Der Senat verfolgt intensiv die aktu- ell stattfindende Revision der kantonalen Personalverordnung und bewertet in seiner Vernehmlassung in Form eines ersten Zwi- schenberichts das Vorhaben einer grundle- genden Veränderung der Personalkategorien als äusserst kritisch. Dem Wunsch der Hochschulversammlung nach mehr Transparenz in der Individuellen Lohnerhöhung (ILE) und den Einmalzulagen kam die Hochschulleitung erneut nach. Die Analyse der konkreten Zahlen für das Jahr 2013 zeigt, dass gegenüber dem Vorjahr ein grösserer Anteil ausgeschöpft wurde. Dies wertet der Senat als Erfolg. Kritisch gewürdigt wurde ein Evaluations- bericht der Zürcher Fachhochschule (ZFH) zum neuen Professorenreglement, dessen Quotenorientiertheit gemäss den Autoren die angestrebten Ziele nicht wunschgemäss fördere. Nachzulesen ist der Evaluations- bericht «Neues Titelregime ZFH: Erste Umsetzungen» unter: www.zfh.ch/fileadmin/user_upload/ PDF/1315_be_schlussbericht_final.pdf. SturZ: Die Studierendenorganisation möchte studentische Projekte unterstützen. Die Diskussion, wie so etwas aussehen könnte, läuft. Weitere Infos hierzu gibt es in Kürze. SturZ-Mitglieder sind davon betroffen, dass einige Standorte eine Übergangslösung bis zum Umzug ins Toni-Areal finden müssen. Wir setzen uns für gute Lösungen ein. Verantwortlich für die Rubrik HSV: Barbara Berger, Werner Oeder, Philipp Scherer, Tobias Strebel, Martin Zimmermann Schönere Aussichten mit Benchmarking? Bench- marks sind Kennzahlen für die vergleichende Analyse und die Steuerung von Prozessen und sie sind auch Hauptinstrument aktueller ZHdK-Optimie- rungsanstrengungen. Der Begriff «Benchmark» als Zusammensetzung der englischen Ausdrücke Bench für (Schul-)Bank und Mark für Zeichen ent- stammt dem Vermessungs- wesen und bezeichnet in diesem ein Nivellierzei- chen oder in der Holzver- arbeitung die Markierung an einer Werkbank, welche die Längenunterschiede – etwa von Stuhlbeinen – auszugleichen hilft.

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