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Zett – Das Magazin der Zürcher Hochschule der Künste – 1 – 2013

SABRe-Projekt im Rampenlicht Das von Klarinettendozent Matthias Müller 2011 initiierte SABRe-Projekt – Sensor Augmented Bass Clarinet Research – stand kürzlich im Rampenlicht. Müller wurde eingeladen, am Schlusskonzert des 3. Euro- päischen Klarinettenfestivals im belgischen Gent ein Werk für die neu entwickelte, elektronisch erweiterte Bassklarinette mit Orchester zu präsentieren. Zum ersten Mal konnte eine breite Öffentlichkeit diesen Klängen lauschen. Der Prototyp dieser Bassklarinette wurde in längerer Forschungsarbeit am Institute for Computer Music and Sound Technology (ICST) der ZHdK entwickelt und erweitert das Klangspektrum des ursprünglichen Instruments dramatisch: Mit dem speziellen, mit verschiedenartigen Sensoren ausgestat- teten Instrument kann der Klarinettist sein Spiel aufnehmen, den Klang elektronisch modulieren und Soundfiles abrufen oder durch bestimmte Bewegungen den zuge- mischten Klanganteil verändern.Den Wer- kauftrag erteilte Matthias Müller dem Kom- ponisten und ehemaligen ZHdK-Dozenten Martin Schlumpf, der das Werk «Dawn» für SABRe-Bassklarinette und Orchester schuf, das im Januar zusammen mit dem Brussels Philharmonic unter Dirk Brossé in Gent zur Welturaufführung gelangte. (dhu) «Die anregendste Konzertreihe der Stadt» So titelte der «Landbote» im Februar über die Winterthurer Museumskonzerte. Mit über zwanzigjähriger Tradition und bewährtem Konzept bietet diese Konzertreihe Möglich- keiten zu immer wieder neuartiger Ausge- staltung. In den Räumen der Winterthurer Museen finden Begegnungen von Kunst, Musik und Literatur statt, die die Wahr- nehmungsweisen erweitern und Horizonte öffnen können. Die Programme sind auf die Ausstellungen und Sammlungen abge- stimmt und bieten interessante, oft selten zu hörende Musik. Als künstlerischer Leiter zeichnet Burkhard Kinzler verantwortlich, bestritten werden die meisten Konzerte von Studierenden der ZHdK. (dhu) Winterthurer Museumskonzerte: Kunstmuseum Sonntag, 26. Mai: Touché Museum Oskar Reinhart Sonntag, 2. Juni: Nacht Münzkabinett Sonntag, 23. Juni: Money, Money www.museumskonzerte.ch ZHdK an den Festspielen Zürich Unter dem Motto «Treibhaus Wagner» thematisieren die Festspiele Zürich den Musikgiganten im Wagner-Jahr 2013. Wag- ner hallt nach – und klingt neu, steuert die ZHdK doch zu dessen Feier eine frisch kom- ponierte Wagner-Oper bei. ZHdK-Dozent Kaspar Ewald und seine Kompositionsklasse vertonen «Tannhäuser», Johann Nestroys Parodie einer Wagner-Oper unter dem Titel «Heinrich Treibhäuser und die Keilerey auf der Wartburg» neu (siehe Bild Seite 34/35). Begleitet werden die mitwirkenden Sängerinnen und Sänger vom Sinfonieor- chester der ZHdK – in ungewöhnlicher Besetzung: Mit von der Partie sind zwölf Tuben, darunter vier Wagnertuben. Und plötzlich klingt Wagner heiter! Am vorgängig stattfindenden Wagner-Tag der ZHdK reflektieren Musikerinnen und Musiker das Phänomen Richard Wagner auf ihre Art. Wagner-Tag der ZHdK, Samstag, 22. Juni Florhofgasse 6, Zürich: 10 Uhr Pianisten-Workshop mit Christoph Keller 12.45 Uhr Uraufführung Schlagzeugkomposition mit Klaus Schwärzler und Edzard Locher Tonhalle Zürich, Kleiner Saal: 14.00, 15.30 und 17 Uhr: Diplomrezitals «Treibhaus Wagner» Oper «Heinrich Treibhäuser und die Keilerey auf der Wartburg» Dienstag und Mittwoch, 25./26. Juni, jeweils 20 Uhr Theaterhaus Gessnerallee, Gessnerallee 8, Zürich www.festspiele-zuerich.ch Matthias Müller (vorne stehend) und das Brussels Philharmonic proben Martin Schlumpfs «Dawn». Foto: David Jud 64 Zett 1–13

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