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Zett – Das Magazin der Zürcher Hochschule der Künste – 2 – 2015 - Adios Amigos. Hallo Welt!

Die neue Diplomwerbung: ihre Macherinnen, Kritiker und Verfechter

28 Zett 2–15 / Hochschule Adios Amigos. Hallo Welt! Die neue Werbung für die Diplomveranstaltungen der ZHdK brachte hochschulinterne Diskussi- onen und ein beachtliches Medienecho mit sich. Über das Konzept der Werbung, wer dahinter- steckt, wie es umgesetzt wurde und wie es an- kommt. Nora Gerwig* MitdemUmzugderZHdKindenneuenCampuswaresander Zeit, auch der Werbung für die vielen Diplomveranstaltungen einen neuen Anstrich zu verpassen und einen Ersatz für das in den letzten Jahren verwendete «Diplomkreuz» zu suchen. Es lag nahe, die hauseigenen Kompetenzen im Departement De- sign zu nutzen und die Studierenden einzubeziehen. In einem zweistufigenWettbewerb,derineineminterdisziplinärenUn- terrichtsmodul mit Bachelor-Studierenden des Departements Design in Zusammenarbeit mit der Hochschulkommunikati- on durchgeführt wurde, überzeugte der Entwurf von Cori- na Farkas, Andreas Hänggi und Vera Kaeser, die damals im zweiten Jahr ihres Studiums standen. Ihr modulares Konzept ermöglicht es, alle Diplomkonzerte, -filme, -theaterstücke, -performances und -ausstellungen im gleichen, stilistisch einheitlichen Erscheinungsbild zu bewerben und damit Wie- dererkennbarkeit für diese für die ZHdK wichtigen Anlässe zu schaffen. Bei der ersten offiziellen Verwendung für die Diplomausstellung im Juni sorgte das Konzept nicht nur für gelbe Farbe an den Plakatwänden, sondern auch für hitzige Diskussionen innerhalb der Hochschule. Diese drehten sich um den Umgang mit Bildern, um politische Korrektheit und künstlerische Neukontextualisierung. Ein guter Grund, die Gestalterinnen und Gestalter des Konzepts selbst zu Wort kommen zu lassen, eine Auswahl der entstandenen Plakate und Flyer zu zeigen und ein paar Pro- und Kontrastimmen zu sammeln. Gratwanderung zwischen Einheit und Individualität Interview mit dem Designteam Corina Farkas, Andreas Hänggi und Vera Kaeser, Studierende Visuelle Kommunikation Was war Euch wichtig bei der Gestaltung der Diplom­werbung? Andreas, Corina und Vera: Die ZHdK besteht aus vielen sehr unterschiedlichen Studiengängen und Departementen und folglich aus noch mehr unterschiedlichen Persönlichkeiten. Da kommen grosse Fragen auf: Wie repräsentiert man Tanz, Film, Fotografie, Kunst, Game Design, Industrial Design, Mu- sik und vieles mehr in einem einzigen Konzept auf eine inte- ressante Art und Weise? Was haben alle Abgängerinnen und Abgänger der Hochschule gemeinsam? Uns war es wichtig, zu zeigen,dassdieSchule–geradejetztamneuenStandort–eine Einheit bildet und gemeinsame Ziele verfolgt. Gleichzeitig wollten wir auch jeder Studienvertiefung Raum lassen für Individualität. Diese zwei Bedingungen zu vereinen, war die schwierigste Aufgabe und ist und bleibt eine Gratwanderung. Wie habt Ihr den Spagat zwischen Einheit und Freiraum gelöst? Eine Gemeinsamkeit teilen alle Diplomierten: den Übertritt vom Studium in die Berufswelt. Dieser Moment war für uns Mit den hier abgebildeten Beispielen von Inseraten, Flyern und Plakaten machte die Hochschule auf ihre Diplomveranstaltungen aufmerksam. Das modulare Konzept lieferte die Basis für individuelle Kombinationen von Bild, Text und Sprayintervention.

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