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Zett – Das Magazin der Zürcher Hochschule der Künste – 2 – 2015 - Ein starkes Team

Porträt der Filmdozentinnen Sabine Gisiger und Barbara Weber

34 Zett 2–15 / Darstellende Künste und Film Ein starkes Team Sabine Gisiger und Barbara Weber könnten un- terschiedlicher nicht sein. Trotzdem oder gerade deswegen sind die Dokumentarfilmerin und die Filmeditorin ein erfolgreiches Team – in der Welt des Films wie auch als Dozentinnen der ZHdK. Judith Hunger* hat die beiden Frauen getroffen. Die Kamera schweift über die Bay bei San Francisco. Eine ru- hige, fast meditative Einstellung – die See ist still, das Sonnen- licht glitzert im Wasser. Von links fährt ein Riesenfrachter ins Bild und «Solveigs Lied» von Edvard Grieg ertönt. So beginnt «Yalom’s Cure», die aktuelle Arbeit von Sabine Gisiger (Regie) und Barbara Weber (Editing). Das berührende Porträt des amerikanischen Psychiaters Irvin D. Yalom läuft seit Monaten erfolgreich in deutschen und Schweizer Kinos und hat auch in weiteren Ländern Verleiher gefunden. Wie alles begann … Barbara Weber träumte einst den Traum eines autarken Le- bens, nachdem sie die Bäuerinnenfachschule absolvierte hat- te. «Aber die Realität hat mich sanft auf den Boden geholt», schmunzelt sie. Eher durch Zufall stiess sie zur Betriebs- gruppe der damals erst sechs Monate alten Roten Fabrik. Sie war für die Programmierung der Tanzvorstellungen verant- wortlich, welche sie auch gleich filmisch dokumentierte. «Ich habe dabei unglaublich viel gelernt. Diese Jahre haben mir das Rüstzeug gegeben, um als freischaffende Filmtechnike- rin zu arbeiten.» Danach war sie auch im Beirat des Zürcher Theater Spektakels und im Videoladen – Genossenschaft für Medienarbeit tätig. Sabine Gisiger hat Geschichte in Zürich und Pisa studiert und mit einem Doktortitel abgeschlossen. Nach dem Studium be- gann sie als Reporterin beim Schweizer Fernsehen. Seit 1990 ist sie freischaffende Dokumentarfilmerin. Der Videoladen war auch für sie ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt. Dort trafen sich kreative Köpfe, und die Wege von Sabine Gisiger und Barbara Weber kreuzten sich zum ersten Mal. Kollektive Frauenpower «Die Arbeit im Kollektiv ist für uns immer wichtig gewesen», sind sie sich einig. Sie schreiben dieser Zusammenarbeit einen guten Teil ihres Erfolges zu. So war der Austausch von Er- fahrungen, aber auch die gegenseitige Stärkung essenziell für ihr Schaffen. Beispielsweise als Barbara Weber den Auftrag Sabine Gisiger (rechts auf dem Foto oben) und Barbara Weber beim Kino Toni vor dem Plakat ihres neusten gemeinsamen Films. Fotos: Betty Fleck

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