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Zett – Das Magazin der Zürcher Hochschule der Künste – 2 – 2015 - Toni bekommt ein neues Kleid

Designstudierende entwerfen neue Etikette für das Joghurt im Glas

Design / Zett 2–15 41 Start für das nächste Kapitel in der Geschichte des Toni-Joghurts: Studierende der Vertiefung Visuelle Kommunikation des Departements ­Design haben in einem Wettbewerb das neue ­Design der Etikette entworfen. Daniela Mirabella* «Dass auf dem Areal der ehemaligen Produktionsstätte des Toni-Joghurts nun Design studiert wird, war für uns ein Wink des Schicksals», so Yvonne Arnold, Marketingverant- wortliche bei Emmi, der Herstellerin des Joghurts. Unter dem Motto «Zurück zu den Wurzeln» haben Studierende der Vertiefung Visuelle Kommunikation Vorschläge für ein Redesign der Etikette ausgearbeitet. Verloren zwischen Smoothies und Lassis Das Joghurt im Glas hat eine bewegte Geschichte hinter sich. 2002 wurde die Toni-Molkerei in Zürich-West geschlossen, die Produktion nach Bern verlegt. Einst ein Kultobjekt, droht das Toni-Joghurt heute in der Vielfalt im Handel unterzuge- hen. 14 Studierende aus dem zweiten Semester haben sich an der Ausschreibung für ein Redesign, das diesen Missstand beheben soll, beteiligt. Die Rahmenbedingungen wurden eng gesteckt: Die neue Etikette soll «retro» sein, also an frühere Designs erinnern. Zudem soll sie Lust machen, das Produkt zu kaufen und zu geniessen, im Kühlregal gut sichtbar sein und die Sorte eindeutig kennzeichnen – und das alles auf ein paar Quadratzentimetern Papier. Die Vielfältigkeit der Umsetzungen erstaunt. Es wurde mit Fotografie, Illustration und Typografie gearbeitet. Für alle Teilnehmenden war es ein lehrreicher Weg von der ersten Skizze bis zur Präsentation der fertigen Etiketten. Der Vor- schlag von Christiaan Gieben und Jan Reimann war für Emmi schliesslich der klare Favorit. Eigene Definition von Retrodesign formuliert «Uns war es wichtig, nicht einfach einen Retrostil zu ko- pieren, sondern unsere eigene zeitgemässe Definition von Retrodesign zu entwickeln», erläutern die Studierenden ihr Vorgehen. Handgemachte Umsetzung von Illustrationen, die Verwendung von Musterelementen und eine deutliche Sortendifferenzierung durch ein klares Farbkonzept waren nach ausführlicher Recherche die Umsetzungsformen, die angewendet wurden. «Nun sind wir gespannt darauf, die Eti- kette das erste Mal in den Regalen zu sehen», freuen sich die Studenten. Seit September kann nun das erste Mal ein Toni- Joghurt in neuem Gewand genossen werden. * Daniela Mirabella ist Unterrichtsassistentin der Vertiefung Visuelle Kommunikation im Bachelor Design, Departement Design, und hat den Wettbewerb mit Jonas Voegeli begleitet (daniela.mirabella@zhdk.ch). Mehr Etikettenvorschläge, als es Joghurtsorten gibt, entwarfen Studierende der Vertiefung Visuelle Kommunikation. «Retro» war dabei nur eine der Vorgaben, welche die neue Etikette gemäss der Ausschreibung von Emmi erfüllen sollte. Fotos: Matthias Bünzli Toni bekommt ein neues Kleid

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