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Zett – Das Magazin der Zürcher Hochschule der Künste – 2 – 2015

Kulturanalysen und Vermittlung / Zett 2–15 51 Denken» oder Emmanuel Lévinas’ «Philosophie des Bildes». Den programmatischen Auftakt hierzu macht Georges Didi- Hubermans «Der Kubus und das Gesicht», eine frühe Studie zu Alberto Giacomettis Skulptur «Der Kubus», die im Juni 1929 als «Blickender Kopf» zum ersten Mal in einer Pariser Galerie gezeigt wurde. Didi-Hubermans Kommentar, der die Ambivalenz und Rätselhaftigkeit der Figur auslotet, ist in diesem Frühjahr als erster Band der Reihe in deutscher und englischer Sprache erschienen. Das zweite Format bilden Sammelbände – Beiträge von Ta- gungen des ith und des ZKK, die die weiten Gebiete künstle- rischer oder ästhetischer Theoriepraktiken kreuz und quer bereisen, etwa der in diesem Herbst von Kathrin Busch, Burk­hard Meltzer und Tido von Oppeln herausgegebene Ti- tel «Ausstellen. Zur Kritik der Wirksamkeit in den Künsten». Der Band geht auf ein Forschungsprojekt am ith zurück, das sich kritisch mit der Präsentation von Dingen und ihrer Ma- terialität auseinandersetzte. Schliesslich versammelt ein drittes, kleineres und handliches Format besondere Theorietexte von Mitarbeitenden und For- schenden des ith, etwa Roberto Nigros «Wahrheitsregime» oder Jörg Sternagels «Phänomenologie künstlerischer Pra- xis», die ebenfalls beide im Herbst erscheinen. Als program- matische Einleitung für die gesamte künftige Arbeit des ith ist schon jetzt als zweiter Band der Reihe die Schrift «Epistemo- logien des Ästhetischen» von Dieter Mersch, Leiter des Insti- tuts für Theorie, erschienen. Sie weist gleichzeitig in Richtung eines beim Schweizerischen Nationalfonds SNF eingereich- ten Sinergia-Projekts, das erstmals unter demselben The- ma Grundlagenforschungen sämtlicher deutschsprachiger KunsthochschuleninderSchweizbündelt.Gleichzeitigrahmt sie ein zusammen mit der ETH und der Universität Zürich entwickeltes Doktoratsprogramm, das ab diesem Herbst am Collegium Helveticum starten soll. * Prof. Dr. Dieter Mersch ist Leiter des Instituts für Theorie, Departement Kulturanalysen und Vermittlung (dieter.mersch@zhdk.ch). «Denkt Kunst» umfasst auch Sammelbände, deren Beiträge ein Gebiet kreuz und quer bereisen. In kleinerem Format erscheinen in der neuen Reihe auch besondere Theorie- texte von Mitarbeitenden des Instituts für Theorie.

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