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Zett – Das Magazin der Zürcher Hochschule der Künste – 2 – 2015 - Eintauchen in die digitale Welt

«Fischli» bringt die Ausstellung «Animierte Wunderwelten» zum Klingen

54 Zett 2–15 / Museum Für die Ausstellung «Animierte Wunderwelten» hat das Museum für Gestaltung die Animations- und Klanginstallation «Fischli» in Auftrag ge- geben. Das interaktive Werk lässt das Publikum in eine poetische Unterwasserwelt eintauchen. Andres Janser* Aus Pixeln gebaute Fabelwesen bewohnen fantastische Welten, Flugsimulatoren lassen Besucherinnen und Besucher schweben wie Vögel, Medienfassaden überformen ganze Bau- werke. Animierte Bilder durchdringen die visuelle Kultur und bestimmen den Alltag so selbstverständlich mit, dass man sie kaum mehr bewusst wahrnimmt. In hyperrealistischen Bildern verschwimmen die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fiktion. Ebenso verblüffende körperliche oder räumliche ErfahrungenbieteninteraktiveWerkewieGamesoderimmer- sive Installationen. Animation verleiht aber auch Formlosem wie Daten und Informationen oder philosophischen Ideen Gestalt und macht Ereignisse im Nanometerbereich sichtbar. Das Museum für Gestaltung zeigt massgebende Arbeiten und ihre Entstehung, darunter das diesen Sommer nach mehrjäh- riger Arbeit lancierte Indie Game «Feist» des von den beiden ZHdK-Absolventen Florian Faller und Adrian Stutz gegrün- deten Zürcher Studios Bits & Beasts. Die Ausstellung gibt so Einblicke in die mannigfaltigen Welten der Animation in der Ära des Digitalen. Eine speziell für die Ausstellung entstandene Arbeit ist die Installation «Fischli» von François Chalet, Jan Huggenberg und Mathias Vetter. Andres Janser, Kurator der Ausstellung, hat mit dem ZHdK-Absolventen Jan Huggenberg gesprochen. Andres Janser: Was hat Sie gereizt, die Installation «Fischli» mitzugestalten? Jan Huggenberg: Ich interessiere mich für interaktive Instal- lationen im Raum und habe bereits einige Erfahrung in die- sem Bereich gesammelt. Die Gelegenheiten, solche Projekte umzusetzen, sind allerdings rar. Die Anfrage von François Chalet, bei diesem Projekt mitzuarbeiten, war willkommen, auch weil mich das Thema der ganzen Ausstellung ansprach. Animation fasziniert mich schon seit Langem und war bei meinen bisherigen Projekten oft ein wichtiger Bestandteil. Inwiefern haben Sie sich mit dem Projekt Neuland erschlossen? Im Studium wurde ich bei jedem Projekt mit neuen Heraus- forderungen und Technologien konfrontiert. So lernte ich, mir neues Wissen anzueignen und ohne Berührungsängste aufneueTechnikenzuzugehen.DanebenwardieKomplexität des Projekts anregend für mich. Es galt mit François und dem Sounddesigner Mathias Vetter, aber auch mit Ihnen und der Kokuratorin Suzanne Buchan, den Handwerkern des Muse- ums, dem AV-Techniker der ZHdK und weiteren Fachleuten zu kommunizieren. Bisher habe ich meine Installationen mehrheitlich im Alleingang entwickelt. Eintauchen in die digitale Welt Die eigens für die Ausstellung «Animierte Wunderwelten» erschaffene interaktive Installation «Fischli» (2015) von François Chalet, Jan Huggenberg und Mathias Vetter. Foto: Betty Fleck

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