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Zett – Das Magazin der Zürcher Hochschule der Künste – 2 – 2015 - Mit dem Smartphone zu Buch, Film oder Tonträger

3D-Visualisierungen helfen bei der Orientierung

Auf drei Etagen und rund 3000 Quadratmetern finden sich im Medien- und Informationszentrum MIZ rund 250 000 Medien in frei zugänglichen Regalen. Wie aber findet man ein spezifisches Medium in dieser Überfülle? Ein neues elektro- nisches Rauminformationssystem und das eigene Smartphone helfen weiter. Judith Scheiber Dahou* Um den Bibliotheksbesucherinnen und -besuchern die Ori- entierung und das Suchen zu erleichtern, hatte sich das MIZ vor dem Umzug ins Toni-Areal entschlossen, ein Rauminfor- mationssystem einzuführen. Dieses System sollte nicht nur die exakten Standorte von Medien anzeigen, sondern auch Auskunft über sämtliche Dienstleistungen des MIZ geben. Da es sich um eine sehr spezielle Fragestellung in einem komplexen Umfeld handelte, boten sich auf dem Markt nur wenige geeignete Lösungen an. Die Wahl fiel schliesslich auf das Produkt eines jungen Teams aus Cottbus, eines Start-ups, das in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek Dresden eine dreh-, kipp- und zoombare 3D-Gebäudevisualisierung namens mapongo ent- wickelt hatte. In dieser können auf einer Verwaltungsebene die Standorte von Medien präzise festgehalten, visualisiert und laufend aufdatiert werden. Ein Navi für die Bibliothek Wer heute im MIZ ein spezifisches Medium sucht, setzt sich hinter PC, Laptop oder Tablet und ruft den mapongo Viewer auf, der ihm nicht nur sagt, ob das Medium vorhanden und verfügbar ist und wenn ja, wo genau, sondern ihm auch einen QR-Code liefert, der mit dem Smartphone gescannt werden kann. Mithilfe der 3D-Visualisierung auf dem Smartphone kann man dann durch die drei Stockwerke navigieren und findet das Objekt der Begierde problemlos. Auch ganze Fach- bereiche lassen sich visualisieren oder Scanner und Selbst- ausleihstationen punktgenau lokalisieren. System der Zukunft Das Projekt hat Pioniercharakter, da sich das MIZ als erste Bibliothek im Nebis-Verbund für ein solches Raum- und ­Navigationssystem entschieden hat. Als Folge ist mapongo als Standardlösung für weitere Verbundbibliotheken vorge- geben. So hilft es nun auch schon bei der Orientierung in der neuen ZHAW-Hochschulbibliothek auf dem Sulzerareal in Winterthur. Das System wird laufend weiterentwickelt, wobei auch Rück- meldungen der Bibliothekbesucherinnen und -besucher in die Entwicklung einfliessen. * Judith Scheiber Dahou ist Projektleiterin im Informationstechnologie- Zentrum (judith.scheiber@zhdk.ch). 3D-Modell des MIZ zhdk.mapongo.de/viewer So wirds gemacht Recherchiert wird wie gewohnt im Nebis-Katalog. Steht das gesuchte Medium in der ZHdK-MIZ-Bibliothek und ist aktuell nicht ausgeliehen, zeigt eine kleine Karte den genauen Standort an: Der mitgelieferte QR-Code ermöglicht es, den Standort auf dem Smartphone aufzurufen. Sollen mehrere Medi- en gleichzeitig ausgeliehen werden, kann eine Merkliste mit den entsprechenden Visualisierungen erstellt werden, mithilfe deren man sich dann auf den Weg durch die Stock- werke und Regale macht und das Gewünschte findet. Mit dem Smartphone zu Buch, Film oder Tonträger Lesesaal der Bibliotheken und Archive im Toni-Areal. Foto: Betty Fleck MIZ rund 250000 Medien in frei zugänglichen

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